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Portrait José Manuel Sánchez und La Cati

José Manuel Sánchez kommt eigentlich aus Alfarnate, La Cati stammt ursprünglich aus Wuppertal. Sie traten gemeinsam auf und der Flamenco nahm eine immer wichtigere Rolle in ihrem Leben ein...

José Manuel Sánchez kommt eigentlich aus Alfarnate, einem kleinen Dorf in den Bergen zwischen Granada und Málaga, das, wie er sagt, nur Antonio Campos kennt, und dort machte er auch seine ersten Tanzschritte bei einem alten Mann aus dem Dorf. Der hat ihn jedoch, als er sein Talent erkannte, nach Málaga zu Pepito Vargas geschickt, einem der ganz großen Künstler aus Málaga, der mit seinem Tanz eine ganze Epoche geprägt hat. Der Gitano mit den hellen Augen, zählte natürlich nicht, so wie wir das heute gewöhnt sind, sondern er zeigte vor und der kleine José Manuel machte die Schritte nach. Später nahm er dann Unterricht bei Pepe Ruiz und eine seiner Schülerinnen war auch Rocío Molina, mit deren Mutter José Manuel in der Pause immer einen Kaffee trank und sich über den Lehrer amüsierte, wenn er vollkommen außer sich aus dem Unterricht kam und sagte: „Dieses Mädchen treibt mich in den Wahnsinn, ich bereite stundenlang die Stunden vor und sie hat die Schritte dann in 10 Minuten...“

Als Jugendlicher kam José Manuel nach Deutschland und erst da packte ihn die Liebe zum Flamenco richtig und er fuhr immer wieder nach Spanien um Unterricht zu nehmen, bei Manolete im Amor de Dios und bei Enrique Burgos in Barcelona. Und er entschied in Deutschland zu bleiben. La Cati stammt ursprünglich aus Wuppertal, wo auch Pina Bausch geboren wurde und in ihrer Familie stand die klassische Musik an erster Stelle, vor allem die Oper, sie begleitete ihre Mutter in die Oper, wann immer es ging, aber eigentlich wollte sie tanzen. In der Schule lernte sie dann zwei spanische Mädchen kennen und fasziniert sah sie ihnen zu, wenn sie im Pausenhof Sevillanas tanzten. Bei Marías Tante und einer anderen älteren Dame aus dem spanischen Elternverein lernte sie ihre ersten Tanzschritte und eines Tages fiel ihr ein Flyer von José Manuel Sánchez in die Hände, der damals schon Flamenco unterrichtete und ab diesem Moment war es um sie geschehen, sie ging in alle Klassen, nahm Unterricht bei María del Mar und lernte schließlich auch La Lupi kennen, die mit José Manuel befreundet war. Sie traten gemeinsam auf und der Flamenco nahm eine immer wichtigere Rolle in ihrem Leben ein, aber zuerst sollte das Architekturstudium beendet werden, ganz wie die Mutter es wollte. Aber glücklich war sie nicht, da war etwas ganz tief drinnen, das unbedingt herausmusste und eines Tages ging es nicht mehr weiter: Sie brach das Studium ab, machte eine professionelle Tanzausbildung und konnte endlich sagen: „Ich bin Flamencotänzerin. Das ist mein Beruf.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Printausgabe der ANDA 135.