Antonia Jiménez: Heute kann ich sagen, dass ich Feministin bin.

Als ich Antonia Jiménez vor 10 Jahren zum ersten Mal interviewte, waren Gitarristinnen noch so etwas wie exotische Tiere, man musste sie mit der Lupe suchen und auch Antonia war scheu und zurückhaltend und vor allem überrascht, dass sie überhaupt jemand interviewen wollte. Es ist bis heute das einzige Interview, das ich ohne Foto veröffentlichen musste. Es gab nämlich keins.

Antonia Jiménez Arenas stammt aus El Puerto de Santa María in der Provinz Cádiz und wollte schon als Kind nichts anderes als Gitarre spielen. Weder ihre Mutter noch ihr Vater unterstützten sie in ihrem Wunsch und alle anderen hielten sie sowieso für verrückt. Ihr erstes Instrument bastelte sie sich aus einer Schuhschachtel, die sie mit Gummiringen bespannte, erst mit 14 Jahren begann sie Unterricht zu nehmen. Ihr Lehrer Antonio Villar war damals der Gitarrist von El Puerto, er erkannte ihr Talent und förderte sie. Mit 20 Jahren ging sie dann nach Madrid, allein und schüchtern und erkämpfte sich einen Platz in der Männergilde, mit Ausdauer und von Tränen begleitet, spielte sie in Tablaos aber auch immer öfter für junge Tänzer und Tänzerinnen wie Marco Flores, Manuel Liñán und Olga Pericet, die sie auch in diesem Jahr in Düsseldorf beim Flamencofestival begleitete.

Hatte sie selbst in ihrer Jugend keine weiblichen Vorbilder, ist sie inzwischen selbst für viele Gitarristinnen ein Vorbild, dem es nachzueifern gilt. Hinter ihr liegt ein langer, steiniger Weg und obwohl es heute mehr Gitarristinnen gibt als noch vor einigen Jahren, gibt es wieder eine neue Gefahr, wie Antonia im folgenden Interview erklärt.

Das ganze Interview lesen Sie in der ANDA 139.